Die Jahre ab etwa 2017 waren für mich eine Phase, die ich heute als echten Umbruch sehe.
Bis dahin hatte sich vieles aufgebaut, ich hatte meinen Weg immer wieder neu gefunden und mich in verschiedenen Bereichen entwickelt. Doch ab diesem Punkt veränderte sich die Richtung.
Ein einschneidendes Ereignis war der Tod meines Vermieters. Ich hatte über längere Zeit Kontakt zu ihm, habe ihm im Alltag geholfen, ihn unterstützt und auch die kleinen Dinge übernommen.
Als er schließlich ins Pflegeheim kam, verstarb er nur kurze Zeit später. Ich war zu diesem Zeitpunkt der letzte Mieter im Haus.
Mit seinem Tod begann eine Kette von Veränderungen. Das Haus wurde verkauft, der neue Besitzer kümmerte sich kaum darum und letztendlich musste ich ausziehen – obwohl ich gerne geblieben wäre.
Ich fand später eine neue Wohnung, mit separatem Eingang, was sich für mich fast wie ein eigenes kleines Haus angefühlt hat.
Parallel dazu lief mein Leben weiter – mit neuen Begegnungen, aber auch neuen Herausforderungen.
Ich hatte Kontakt zu Menschen, die sich im Nachhinein als schwierig herausstellten. Damals habe ich das noch nicht so klar gesehen.
Dann kam die Zeit um 2020. Für viele war es eine Ausnahmesituation – für mich war es eher eine Phase, in der ich beobachtet habe, wie Systeme funktionieren und wie stark äußere Einflüsse auf Menschen wirken können.
2021 musste ich mich von meiner Katze verabschieden. Sie war viele Jahre bei mir und ein fester Bestandteil meines Lebens.
Kurz darauf ergaben sich neue Situationen, unter anderem mit weiteren Katzen, die letztendlich zu einer größeren Verantwortung führten, als ursprünglich gedacht.
Diese Phase hatte auch praktische Konsequenzen. Durch die Umstände verlor ich meine Wohnung und musste eine neue Lösung finden.
Ich zog vorübergehend zu meiner Mutter. Für mich, als jemand, der Rückzug braucht, war das keine einfache Situation – aber es war notwendig.
Rückblickend war genau diese Zeit eine der wichtigsten in meinem Leben. Nicht, weil alles gut lief – sondern weil ich gezwungen war, Dinge neu zu betrachten.
Viele Strukturen sind in dieser Phase weggebrochen.
Und genau dadurch entstand Raum für etwas Neues.
Heute sehe ich diese Jahre nicht mehr als Problem, sondern als Übergang.
Ein Übergang, der mich letztendlich genau dorthin gebracht hat, wo ich jetzt stehe.