Mittwoch, April 22, 2026

Brüche, Verluste und ein echter Neubeginn

Die Jahre ab etwa 2017 waren für mich eine Phase, die ich heute als echten Umbruch sehe.

Bis dahin hatte sich vieles aufgebaut, ich hatte meinen Weg immer wieder neu gefunden und mich in verschiedenen Bereichen entwickelt. Doch ab diesem Punkt veränderte sich die Richtung.

Ein einschneidendes Ereignis war der Tod meines Vermieters. Ich hatte über längere Zeit Kontakt zu ihm, habe ihm im Alltag geholfen, ihn unterstützt und auch die kleinen Dinge übernommen.

Als er schließlich ins Pflegeheim kam, verstarb er nur kurze Zeit später. Ich war zu diesem Zeitpunkt der letzte Mieter im Haus.

Mit seinem Tod begann eine Kette von Veränderungen. Das Haus wurde verkauft, der neue Besitzer kümmerte sich kaum darum und letztendlich musste ich ausziehen – obwohl ich gerne geblieben wäre.

Ich fand später eine neue Wohnung, mit separatem Eingang, was sich für mich fast wie ein eigenes kleines Haus angefühlt hat.

Parallel dazu lief mein Leben weiter – mit neuen Begegnungen, aber auch neuen Herausforderungen.

Ich hatte Kontakt zu Menschen, die sich im Nachhinein als schwierig herausstellten. Damals habe ich das noch nicht so klar gesehen.

Dann kam die Zeit um 2020. Für viele war es eine Ausnahmesituation – für mich war es eher eine Phase, in der ich beobachtet habe, wie Systeme funktionieren und wie stark äußere Einflüsse auf Menschen wirken können.

2021 musste ich mich von meiner Katze verabschieden. Sie war viele Jahre bei mir und ein fester Bestandteil meines Lebens.

Kurz darauf ergaben sich neue Situationen, unter anderem mit weiteren Katzen, die letztendlich zu einer größeren Verantwortung führten, als ursprünglich gedacht.

Diese Phase hatte auch praktische Konsequenzen. Durch die Umstände verlor ich meine Wohnung und musste eine neue Lösung finden.

Ich zog vorübergehend zu meiner Mutter. Für mich, als jemand, der Rückzug braucht, war das keine einfache Situation – aber es war notwendig.

Rückblickend war genau diese Zeit eine der wichtigsten in meinem Leben. Nicht, weil alles gut lief – sondern weil ich gezwungen war, Dinge neu zu betrachten.

Viele Strukturen sind in dieser Phase weggebrochen.

Und genau dadurch entstand Raum für etwas Neues.

Heute sehe ich diese Jahre nicht mehr als Problem, sondern als Übergang.

Ein Übergang, der mich letztendlich genau dorthin gebracht hat, wo ich jetzt stehe.

Wendepunkte und Erkenntnisse

Es gab in meinem Leben mehrere Wendepunkte, die mich stärker geprägt haben als alles andere.

Eine Zeit, die besonders heraussticht, ist die Phase um 2010 bis 2012.In dieser Zeit habe ich mich intensiv mit dem Master Key System beschäftigt.

Das führte damals zu konkreten Veränderungen in meinem Leben. Ich bin nach Sylt gegangen, hatte eine Beziehung und eine neue Wohnsituation.

Parallel dazu begann meine Beschäftigung mit Reiki. Ich habe mehrere Systeme gelernt und auch selbst weitergegeben.

Diese Phase war intensiv – aber sie war auch irgendwann abgeschlossen. Ich habe gemerkt, dass mein Weg nicht darin liegt, dauerhaft als Lehrer oder Ausbilder tätig zu sein.

Stattdessen ging es weiter – mit neuen Erfahrungen, neuen Begegnungen und auch schwierigen Phasen.

Ich habe Menschen begleitet, habe Situationen erlebt, die nicht planbar waren und die mich gezwungen haben, anders hinzuschauen.

Heute erkenne ich, dass genau diese Erfahrungen notwendig waren, um das zu verstehen, was ich heute sehe.

Ich bin nicht an einem Endpunkt angekommen – aber ich bin an einem Punkt, an dem ich beginne, Zusammenhänge zu erkennen.

Ein Weg in Phasen

Wenn ich auf mein Leben zurückblicke, erkenne ich kein klares, lineares Muster. Was ich sehe, sind Phasen.

Phasen, in denen ich Dinge aufgebaut habe, mich mit Themen intensiv beschäftigt habe – und Phasen, in denen ich mich zurückgezogen habe, um das Erlebte zu verarbeiten.

Schon früh war mein Weg nicht wirklich vorgegeben. Ich habe eine klassische Ausbildung gemacht, im Einzelhandel gearbeitet und später auch im Callcenter, für einen bekannten DSL Anbieter. Aber ich erkannte schnell, dass dies nicht mein Weg ist.

Beides waren Erfahrungen, die mir gezeigt haben, was nicht zu mir passt. Feste Abläufe, monotone Prozesse und wenig Raum für eigenständiges Denken haben mich eher ausgebremst als weitergebracht.

Parallel dazu gab es aber immer wieder Phasen, in denen ich mich intensiv mit anderen Themen beschäftigt habe. Technik, Systeme, später auch spirituelle Themen.

Ich habe Dinge nicht nur oberflächlich gelernt, sondern versucht, sie zu verstehen. Das hat sich durch mein ganzes Leben gezogen.

Wenn ich es heute beschreiben müsste: Ich bin kein Mensch, der einen festen Weg verfolgt – sondern jemand, der durch Erfahrungen geht und daraus Erkenntnisse gewinnt.

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